Vom 1. bis 3. Juni fand in Berlin in der Hauptstadtrepräsentanz der Telekom der 40. Kongress des BVM statt. Es war der Kongress zum 50-jährigen Jubliäum des BVM und es war ein würdiger Jubiläumskongress (Die Homepage zum Kongress). Eine tolle Lokation, eine gute Organisation, interessante Vorträge, viele Fachbesucher und nicht zuletzt die erstmalige Verleihung des Preises der Deutschen Marktforschung.
In einer stimmungsvollen Gala wurden als Preisträger geehrt:
- Vocatus und LTU für die Studie des Jahres
- Ipsos für das Tool des Jahres
- Dr. Hans-Willi Schroiff von der Henkel KgaA als Forscherpersönlichkeit des Jahres
- und ein Ehrenpreis wurde vergeben an Prof. Dr. Dr. hc Elisabeth Noelle-Neumann
Die Ehrung von Frau Noelle-Neumann, die das Publikum mit standing ovation feierte, war der Höhepunkt der Gala. Im Publikum war man sich einig, dass es Zeit für diese Ehrung wurde.
Wolfgang Bosbach vertrat Angela Merkel als Festrednerin. Der beginnende Wahlkampf hatte die Prioritäten verändert. Schade
Andreas Weigend hielt - wie schon in Zürich bei der GOR05 - eine sehr interessante Keynote. Er hatte zusätzlich zum Vortrag von Zürich auch interessante Ausführungen zu Blogs gemacht. Spannend sind immer noch seine Ausführungen zu Tags und sozialer Software (vgl. hierzu die Begriffserläuterung bei wikipedia). Ich freue mich schon auf seine nächste Keynote oder auf ein gemeinsames Projekt mit ihm
Auffallend waren auch die zahlreichen Aussteller bei diesem Kongress. Ein echtes Zeichen des Aufbruchs und der Professionalisierung seit dem Kongress in Wolfsburg. Man kann den Veranstaltern nur wünschen, dass sie diesen Weg weiter gehen und den Kongress noch stärker zum Treffpunkt der Branche machen. Ich jedenfalls freue mich schon aufs nächste Jahr.
Vladimir Simovic, der das schöne Design für diesen Blog geliefert hat, hat eine Anleitung geschrieben, wie man die Neuigkeiten in Blogs verfolgen kann. Sehr interessant. Und sollte für Neulinge wie mich eine echte Chancen sein, permanent am Blog-Leben teilzunehmen.
Die Anleitung findet man hier.
Heute beginnt in Berlin der Jubiläumskongress des BVM. Das Programm sieht sehr interessant aus und man hat sich einige Mühe gemacht, den Branchentreff der Marktforschung aufzuwerten. Unter anderem wird es eine Gala geben, auf der das Tool des Jahres, das Projekt des Jahres und die Forscherpersönlichkeit des Jahres gekürt wird. Eine gute Idee, wie ich finde. Weil auf diese Weise die Marktforscher über sich selbst sprechen und sich einen internen Raum für Auszeichnungen gönnen.
Ich bin gespannt, wen es zu feiern gilt.
Was soll nur aus uns werden?!
Zu diesem Thema hatte mich gestern die Fachschaft Soziologie der Uni Köln zusammen mit Susann Kern als Referent eingeladen. Vor 25 Studierenden stellten wir die Firma Globalpark vor und sprachen über unseren Werdegang und darüber, wie Studierende heute eine Beschäftigung als Soziologe finden können.
Der Vortrag war Teil einer Vortragsreihe. Wen Details interessieren, hier der Link zu den Fachschaftsseiten. Für mich war es nicht nur wegen des Themas eine Reise in die Vergangenheit. Denn die Veranstaltung fand im Institut für angewandte Sozialforschung statt. Dort, wo vor mehr als 20 Jahren meine berufliche Beschäftigung mit der Soziologie begonnen hatte. Es war für mich ein angenehmes Gefühl als Unternehmer an diese Stelle zurück zu kehren und zu versuchen, der heutigen Studierenden-Generation Tipps für die Jobsuche zu geben.
Die DGOF hat einen neuen Schatzmeister.
Auf der letzten Mitgliederversammlung am 30.04.05 wurde der Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Bis auf mich (Lorenz Gräf) stellten sich die bisherigen Vorstände zur Wiederwahl und wurden erneut gewählt. Für mich rückte Martin Welker in den Vorstand. Er ist innerhalb des Vorstands für den Posten des Schatzmeisters vorgesehen.
Für mich geht damit eine Ära zu Ende. Seit Gründung der DGOF 1998 war ich Schatzmeister. Ich gehe mit einem guten Gefühl und denke, dass es an der Zeit ist, die DGOF in andere Hände zu geben. Die GOR-Konferenzen sind gut etabliert und die Geschäftsstelle ist erfolgreich aufgebaut. Natürlich werde ich der DGOF verbunden bleiben und freue mich auf die weitere Entwicklungen
Auf der GOR05 wurden Methodenexperimente zu Antwortskalen vorgestellt. Dabei fiel mir auf, dass eine Methodenstudie von Werner Hemsing aus dem Jahr 2001 nicht präsent war. Schade, dachte ich mir. Und das umso mehr als die Studie auf der GOR01 vorgestellt wurde. Es macht schon ein bisschen traurig, dass es uns mit der DGOF nicht durchgehend gelungen ist, Forschungskontinuität zu erzeugen. Ein Tagungsband wäre vielleicht doch eine schöne Sache.
Nun ja, ich habe jedenfalls die Initiative ergriffen und den damaligen Bericht von Werner Hemsing als PDF setzen lassen und auf die Globalpark-Publikationsliste setzen lassen. Der Titel ist: Methodentest unter Einsatz von Macromedia Flash-Technologie (PDF). Der Artikel handelt ebenfalls von einem Methodenexperiment. Verglichen wurden HTML-Skalen mit visuellen Analogskalen (per Flash realisiert). Es zeigte sich, dass in der Flash-Variante sehr viel mehr fehlende Antworten zu verzeichnen waren. Fazit: Forscher, die an Datenqualität interessiert sind, sollten mit den üblichen HTML-Elementen arbeiten.
Wann fand eigentlich die erste Online Umfrage in Deutschland statt?
Diese Frage wurde einmal in der GIR-L diskutiert. Ich erinnere mich nur noch, dass zuletzt Einigkeit bestand, dass es eine Umfrage war, die Bernad Batinic durchgeführt hatte. Details hatte ich vergessen. Eine Nachfrage bei Bernad ergab dann folgenden Hinweis:
Es begann mit meiner NetNews-Umfrage zu Fehlern bei der Arbeit (1994). Im Dezember/Fruehjahr 1994/1995 habe ich dann darauf aufbauend eine WWW_Umfrage gemacht. Ca. 2 Monate spaeter ist dann die Umfrage von W3B gekommen.
Nachfolgend der damalige Beitrag von Bernad in einer Newsgroup.
(Mehr …)
Hallo GOR-Teilnehmer,
hier ein Link zu ein paar Fotos, die ich bzw. Kollegen auf der GOR geschossen haben, insbesondere im Panel “Weblogs”.
Leider sind manche Bilder etwas unscharf geraten
Martin
Seit einiger Zeit gehört es zu einer schönen Übung, dass das beste Poster auf einer GOR-Konferenz prämiert wird. Dieses Jahr wurden sogar vier Arbeiten ausgezeichnet. Falls einige von Euch die Preisverleihung nicht verfolgen konnten, hier die Preisträger.
- Dr. Silke Kirschning, Humboldt-Universität zu Berlin: „Cancer & Internet Use“ URL der Autorin
- Dr. Anja Göritz, Universität Erlangen-Nürnberg: „Meta-Analysis on Contingent versus Unconditional Incentives“
- Markus Fister, Universität Erlangen-Nürnberg: „Selbstschutz, Persistenz und Optimismus bei Bedrohung persönlicher Fähigkeiten.“
- Lars Kaczmirek, Wolfgang Neubarth, ZUMA Mannheim: „Active User Sampling. Intercept Surveys without popups.“ URL des Posters
Der erste Preis ging dabei an Silke Kirschnig, die anderen Autoren erhielten zweite Preise.
Vor kurzem musste ich recherchieren, wann eigentlich die GIR-L, d.h. die German Internet Research - List, gegründet worden ist. Bernad Batinic stellte mir auf meine Nachfrage den folgenden Beleg zur Verfüung:
Die Gir-l ist 1996 gegründet worden. Anbei der entsprechende Beleg:
(Mehr …)